28.08.2011 - Ausgangspunkt für diese Tour war das Verletzungspech einiger Vereinsmitglieder, die zur Zeit pausieren und nicht viel mehr Freizeittätigkeiten unternehmen können als Rad fahren, sowie grillen und Bier trinken. Und so hatten Liese und Patrick an einem lauen Sommerabend beim Grillen, nach mehreren geleerten Flachen Weizenbier, die skurrile Idee oder auch Sommernachtsphantasie, eine Tour de bière durchzuführen. Da man weltoffen ist wollte man mit der französischen Schreibweise die Nähe zu unseren Nachbarn bekunden und der Veranstaltung einen internationalen Tatsch verleihen. Schnell wurde eine Einladung entworfen und den Mitgliedern zur Einsicht in die HP eingestellt.

 
         

Um 11:00 Uhr sollte Tour am Edeka-Markt in Wiesbach starten. Nach kleinen Startschwierigkeiten ging's dann gegen 11:15 Uhr, mit 11 Personen, los. Patrick war leider durch die Freck verhindert. Zunächst führte die Strecke bergauf zum Großwald mit der gleichnamigen Großwald Brauerei. Dann fuhren wir am Eiweiler Schützenhaus vorbei über Spitzeich, wo darunter der Spitzeichtunnel der Saarbahn verläuft, vorbei am Munitionsdepot, wo im Jahr 1969 der schreckliche Soldatenmord von Lebach stattfand. Dann ging es durch Falscheid, ein kleiner, von der Landwirtschaft geprägter Ort, bis zum Geografischer Mittelpunkt des Saarlandes. Weiter führte die Strecke am Nordschacht der Grube Ensdorf vorbei bis zum Wildgehege Saarwellingen. Dort hatten wir kleine Orientierungsprobleme, die aber von einem freundlichen Läufer geklärt werden konnten. Von hier führte noch ein kleiner Hügel bergauf Richtung Körprich. Als wir dann den Scheitelpunkt überfahren hatten ging es nur noch abwärts nach Körprich. Hier muss Liese die Witterung des Brauhauses aufgenommen haben, denn während sie bisher nur hinten gelutscht hatte, setzte sie sich nun an die Spitze und stürzte sich im Kamikaze-Stil die stark abschüssige Abfahrt hinab, dass einem Angst und Bange wurde, dem Brauhaus entgegen.

 
 
Im Brauhaus konnten wir uns in dem gemütlichen Biergarten bei feinem Essen und Trinken stärken.
 

Nach 2 Stunden Pause rafften wir uns wieder auf, um die Heimfahrt anzutreten. Diese führte uns über Knorscheid nach Lebach. Hier erwartete uns der Wünschberg mit seinen Serpentinen. Oben angekommen stand Joachim Kreuter mit seinem neuen Motorrad und sah uns lächelnd zu, wie wir uns am Berg abkämpften. Am Hirschberger Hof machten wir noch eine kleine Rast auf dem Hoffest. Hier waren uns aber inzwischen 3 Radler abhanden gekommen, aber solche Verluste muss man schon im Voraus einplanen.

 
       
 

Weiter ging es über Habach, am Pflegeheim vorbei zum Ausgangspunkt nach Wiesbach.

Es war eine wunderbare Tour durch herrliche Landschaften, mit angenehmem Wetter und netten Leuten. Auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt, so war dies keine Sauftour. Genauso gut hätte man sie auch "Tour de Kultur", "Tour de Natur", "Tour um den Hoxberg" oder auch anders nennen können.