Rursee-Marathon 2010

Bericht von Uli Bost

Etwas nervös und hippelig

 

Rursee, immer eine Reise wert!

Joachim, Heinz und ich hatten am 7.11., also einen Tag nach unserem Freundschaftlauf, nicht besseres zu tun, als noch einen Marathon zu laufen.

Eigentlich ein netter Jahresabschluss, dachte ich mir. Lief ich doch schon mit Heinz und Joachim in Berlin einen Regen-Marathon, drei Wochen später den teuren Echternach-Marathon und nun zum Schluss noch ne lockere Runde um den Rursee, halt den Rursee-Marathon. Dachte ich!

Morgens um 7 Uhr (fast noch Nacht) trafen wir uns und fuhren (Orginalton Heinz: „flogen“) die ca. 200 km nach Einruhr am Rursee. Nach der optimalen Parkplatzsuche zwischen Start/Ziel und Dusche begaben wir uns ins mollig warme Zelt. Draußen war es eher saukalt aber trocken. Dann noch die üblichen Marathon-Vorstart-Rituale und ab ging es zum Start.

Erstaunlich viele Läufer standen dort rum. Saarländer waren nicht so viele auszumachen. 2 Marpinger, 1 Saarbrücker und ne Frau aus Namborn. Und wir natürlich!

Pünktlich 10:31 Uhr ging es los.

Schon beim ersten Kilometer plagte mich mein Gewissen. Freundschaftslauf  bis zum Schluss (mit Sekt), Absacker mit Patrick beim Figo in Uchtelfangen (mit Radler), Oldie Nacht in Bubach (schon wieder Radler) und dann noch dieses Jahrgangstreffen (noch ein paar Rotwein und Zigaretten)… und das Essen am Samstag ganz vergessen. Hmm, sollte das die gute Vorbereitung gewesen sein??

Nach 3 Kilometer die ersten Zweifel. Ob das gut geht. Dicker Kopp und schwere Beine! Soll ich zurück laufen? Nein, da muss ich durch! KM 7, auweia, da kann man nicht mehr laufen da braucht man ne Leiter.

Während Joachim und Heinz die ersten 20 km zusammen liefen muss ich mich hier alleine rumquälen.

Dann die Abzweigung nach links... die 16 km-Läufer liefen dort ab. Da ich in einer großen Gruppe lief, entschloss ich mich der Mehrheit anzuschließen (hoffentlich laufen sie links ab)

KEINER lief links ab! Also war das Ziel Marathon.

Dann ging es im Gleichschritt hintereinander, der Weg war so schlecht, am See vorbei. Hohes Laub und darunter ein holpriger, steiniger Weg wie wir ihn in Wustweiler noch nicht gesehen haben (das übrigens ¾ der Strecke) KM 12 ne Steigung… na mit Schwung geht’s besser… die hört gar nicht mehr auf, noch eine Kurve und weiter hoch. Dann steil bergab und wieder hoch und runter usw. Nett. KM 29 Eine Verpflegungsstation, die erste die ich nutzen konnte (man erinnere sich an die vortägliche Vorbereitung) von nun an ging es wie auf der Berg- und Talbahn weiter. Starke Steigungen und ebenso ging es ab. Der Wahnsinn. KM 37 der Hammer! Ca. 800 m ging es eine Weg, wenn man das so nennen kann, hoch. Keiner lief mehr. Viele nutzen die Hände um die Beine durch zu drücken. Endlich oben liefen wir über eine Wiese runter. Stehen bleiben, unmöglich! Zu steil. Upps, da melden sich die Waden und der linke Oberschenkel. Noch 4 km und ebenso viele Steigungen. KM 41 ein Mitläufer sagt mir, dass wir etwas über 4 Stunden ins Ziel einlaufen würden. Ich höre und sehe das Ziel. Noch einmal alles geben… auch das noch, bei KM 42 ne Rampe wie an der Illipse egal nicht bremsen... Ziel erreicht und ein strahlender Heinz steht schon da. Heinz und Joachim liefen bis 20km zusammen. Heinz erwies sich einmal mehr als Gentleman und quälte die frisch kennengelernte Nambornerin Nadine Hassdenteufel ins Ziel. Sie war die 5 schnellste Frau und 1. in der AK. Joachim durfte sich ab KM 20 auch alleine quälen.

42,195 km - 415 Finisher

Einl. Name, Vorname Zeit Pl. AK
76. Schuh, Heinz 03:39:11 13. M50
119. Kreuter, Joachim 03:51:12 26. M40
175. Bost, Ulrich 04:02:58 29. M50

Nachdem wir uns fachgerecht gestärkt hatten traten wir bei strömendem Regen langsam die Heimreise an. Aber scheen wars!

Fazit: Super gut organisierter Landschaftsmarathon in familiärer Atmosphäre.

Ergebnisliste und Urkundendruck - Strecke - Bericht in Laufticker.de

Vor dem Start

Das Bier danach muss sein