
Heinrich Becker lief 2500 Jahre nach dem legendären Marathonlauf von Marathon nach Athen den Jubiläumsmarathon an der gleichen Stätte. Herzlichen Glückwunsch!
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Marathon |
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| Becker, Heinrich | 5 km | 10 km | HM | 30 km | 42,195 | |
| 280. | von 1268 in der M45 | 25:07 | 50:20 | 1:47:46 | 2:39:09 | 3:46:47 |
Bei sommerlichen Temperaturen - gefühlt mindestens 25-27 Grad - und strahlendem Sonnenschein über den ganzen Tag startete der Lauf in der historischen Marathon-Gedenkstätte in dem Ort Marathon nordöstlich von Athen und verlief zunächst parallel zur Küste - auf dieser Passage noch ziemlich flach - nach Süden, um dann nach Westen ins Landesinnere Richtung Athen abzubiegen. Der Anstieg über einen Bergrücken von ca. 260 m über Null zog sich bis ca. km 31,5 mehr oder weniger gleichmäßig, unterbrochen durch einige steilere Wellen, hin. Dann folgte ein permanenter Abstieg bis ins Ziel im Panathinaikos-Stadion - also das antike Stadion - hinein.
Aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen - wahrscheinlich hat hier der Reiseveranstalter oder einer seiner Erfüllungsgehilfen schlicht und einfach gepennt - waren wir (unsere Gruppe bestand aus insgesamt 18 Läuferinnen und Läufern vornehmlich aus dem Raum Karlsruhe im Alter von ca. Anfang 30 bis Mitte 70 und mit Bestzeiten von 2:42:nochwas bis zu Premiereläufern) alle in der 7. und letzten Startgruppe zusammen mit den meist in Horden auftretenden Übergewichtigen, Fußkranken und "Power"-walkern (!) eingruppiert. Das hatte leider zur Folge, dass ich bereits auf den ersten 10 flachen Kilometern an meinen anvisierten Schnitt von knapp unter 5 min/km kläglich gescheitert bin. Aber spätestens in den Steigungspassagen musste ich alle Ambitionen begraben: in der Kombination von Temperatur und Streckenprofil ging es letztendlich nur noch darum, mit Anstand durchzukommen. Und auch in den Bergabpassagen wurde es nicht wirklich besser; zwar meinte ich anfangs noch etwas Zeit gutmachen zu können; mit zunehmender Dauer und nachlassender Körperspannung ging es mir dermaßen in die Oberschenkel, dass ich mich zu guter letzt nur noch auf das Ankommen konzentrieren konnte. So viel getrunken wie in diesem Lauf hatte ich bislang noch nie! Das Ankommen hatte sich dann aber auch wirklich gelohnt: das Einlaufen in das antike Panathinaikos-Stadion war schon besonders stimmungsvoll und für sich genommen schon fast die Reise wert. Und auf die Zeit ist mit bei diesem Lauf sowieso nicht angekommen!
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| jetzt kann’ s gleich losgehen… | im Startblock mit einer Läuferin aus unserer Gruppe vor ihrem 1. Marathon | Starterfeld „von hinten“ | Zieleinlauf im antiken Panathinaikos-Stadion in Athen |
Alles in allem war es zwar mein bislang schwerster Marathon, aber trotzdem hat sich der ganze Aufwand doch gelohnt! Die Stimmung an der Strecke und im Stadion war schon ganz besonders: es war nicht nur eine reine Laufbegeisterung wie bei vielen anderen größeren Marathons, sondern darüber hinaus hat man auch gemerkt, dass die Griechen mit diesem Lauf allgemein und insbesondere mit dem Jubiläum weit mehr verbinden! Dieser Sieg 490 vor Christi über die Perser hat für die Griechen und die griechische Nationalstolz ganz offenbar einen ganz besonderen Stellenwert; so standen insbesondere in den Ortspassagen tausende von Zuschauern jeden Alters - von den kleinsten Kindern bis hin zu alten Opas und Omas in ihren dunklen Kleidern und Kopftüchern an den Straßen und applaudierten, jubelten den Läuferinnen und Läufern zu und feuerten sie unentwegt enthusiastisch an und klatschten sie ab! Das war schon klasse!